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Retz

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Der lange Weg der Familienmitglieder Gurke und Kürbis zu ihrer Wertschätzung

 

Im 19. Jahrhundert wird der Weinbau für viele Bauern um Retz und Znojmo/Znaim immer unrentabler und auch die Reblausplage setzt ihm zu. Auf der Suche nach Alternativen landwirtschaftlichen Produkten kommt die Gurke ins Spiel. Obwohl schon 300 Jahre in der Gegend ansässig, schafft sie es kaum auf die Speisekarte. Ihr Geschmack wird oft als zu karg empfunden. 1802 wendet sich das Blatt, als der fürstliche Kammerdiener Alexander Lutz, Gurkensamen aus dem Orient mitbringt. Diese werden mit den ungarischen Gurkensamen gekreuzt, wodurch eine schmackhafte Sorte entsteht und für die Bauern neue Erwerbsaussichten entstehen.

Dank der neuen Eisenbahn können nun die „Retzer Salzgurken“ und die „Znaimer Gurken“ zu den Wochenmärkten der Städte gebracht werden. Die Sperre der Grenzen der neuen Tschechoslowakei für Exporte, bedeutet 1918 jedoch das Ende der berühmten Gurken aus Znaim.

Sechzig Jahre später bricht die Zeit des Kürbisses an. Er ist genügsam, liebt die Wärme und die Nachbarschaft zu Wein, Kartoffeln und Rüben. In der Neuzeit kommt der Kürbis nach Europa, im 18. Jahrhundert nach Österreich. Zunächst an das Vieh verfüttert und lange Zeit mit dem Ruf eines „Arme-Leute-Essens“ behaftet, wird er Ende des 20. Jahrhunderts zum Markenzeichen des Retzer Landes und das Kürbisfest wird Kult.

Heute hat die Frucht längst Einzug in die feinen Küchen von Restaurants gehalten.

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