Sprache auswählen
Illustration zur Geschichte  - der Heilige Johannes von Nepomuk

Der Schicksalsweg des Priesters Johannes Nepomuk zum allerorts verehrten Märtyrer

Vermutlich aus einer deutsch-böhmischen Familie in Westböhmen stammend, tritt Johannes Nepomuk 1370 den bischöflichen Dienst in Prag an. Damals ist die lateinische Kirche, aufgrund von zwei Päpsten, gespalten. Kaiser Karl IV. ernennt seinen Sohn König Wenzel IV., zum Kanzler des Prager Erzbischofs.

Dieser unterstützt den römischen Papst, König Wenzel hingegen den Gegenpapst in Avignon. Der Machtkampf spitzt sich zu. Da Wenzel IV. den Erzbischof nicht hinrichten lassen kann, wählt er Johannes Nepomuk, dessen Untertan aus. Dieser ist als Generalvikar, das ranghöchste Mitglied am Bischofshof, das man der Inquisition zuführen kann.

Am 21. März 1393 wird der Justizmord vollstreckt und Johannes Nepomuk von der Steinernen Brücke in Prag, in die Moldau gestürzt. Es gibt jedoch auch eine zweite Version. Nachdem König Wenzel IV. seine Frau der Untreue verdächtigt, verlangt er von Johannes Nepomuk als Beichtvater, Auskunft. Dieser hält allerdings am Beichtgeheimnis fest. Der enttäuschte König lässt Johannes Nepomuk foltern und in die Moldau werfen.

Im 16. Jahrhundert setzt die Verehrung des einstigen Prager Priesters ein und erreicht im darauffolgenden Jahrhundert seinen Höhepunkt. Allerorts, meist an Brücken, werden Statuen ihm zu Ehren aufgestellt. 1729 wird Johannes Nepomuk von Papst Benedikt XIII. heiliggesprochen.

Verantwortlich für diesen Inhalt
Tourismuszentrale Südmähren  Verifizierter Partner  Explorers Choice