Laa an der Thaya

Laa an der Thaya

Die Wiederentdeckung der einstigen Globetrotter Zwiebel und Hanf im Land um Laa

Bevor die Zwiebel im Land um Laa ihre Wurzeln schlagen kann, muss ihr erst einmal der Boden aufbereitet werden. Ägypter, Römer und Griechen schätzen die Zwiebel als Speisezutat, sowie anfänglich auch als Mittel zur Steigerung der Libido. Mit römischen Legionären kommt sie dann nach Mitteleuropa. Mitte des 19. Jahrhunderts stimmen, nach Trockenlegung der sumpfigen Böden und Regulierung der Thaya, die Bedingungen im Land um Laa. Nun kann sie gedeihen.

Sie braucht nicht viel Wasser, reift natürlich ab und reichert so ihr Aroma an. 1992 finden der „Gelber Laaer“ und der „Rote Laaer“ Eingang in die österreichische Sortenliste, folgend dann auch der „Schneeweisse Unterstinkenbrunner“. Heute bereichern Zwiebelsuppe, Rotzwiebelragout oder gebackene Zwiebelmäuse, die Weinviertler Wirtshausküche.

Schon viel früher ist der Hanf im Weinviertel angekommen. Seine Reise beginnt vor 3000 Jahren in China und Indien. In Europa gilt die Kulturpflanze im Mittelalter als Wunderpflanze. Auf Hanfpapier wird die Gutenberg-Bibel gedruckt, aus Hanffasern die ersten Jeans hergestellt. In den 1930er Jahren wird der pflanzliche Alleskönner zur „gefährlichsten Droge der Welt“ erklärt.

Seit 1995 wird Hanf in der Region wieder angebaut, wobei Hanfthal eines seiner Zentren ist. Maschinen werden zur Verarbeitung von Fasern zu Dämmstoffen und für das Schälen der Samen entwickelt. Hergestellt wird auch Hanf-Schokolade, Hanfhonig, Hanfpesto und vieles mehr.

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