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Drosendorf

Die unerschütterliche Standfestigkeit der mittelalterlichen Stadtmauer von Drosendorf bis heute

Drosendorf

In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts entsteht an der Mündung des Thumeritzbaches in die Thaya ein Dorf. Die Grafen von Pernegg gründen um 1100 dort eine Pfarre. Hiermit beginnt die Besiedlung des Hausberges über dem Kirchenort. Bald entsteht daraus eine neue Burgstadt. Ein Mauerring, 1,5 Meter dick und 8 Meter hoch, wird errichtet.

In die Stadt hinein führen zwei Tore. Drosendorf ist nun eine der Festungsstädte an der Grenze zu Böhmen, wie auch Raabs oder Hardegg. 1240 wird Drosendorf zur Stadt erklärt. Ihre große Stunde kommt dann 1278, als die Stadt unter Stephan von Maissau über 16 Tage gegen die Truppen von Böhmenkönig Ottokar II. verteidigt wird. Damit gewinnt König Rudolf von Habsburg Zeit für das Sammeln seines Heeres für seine siegreiche Schlacht gegen Böhmen im Marchfeld. Als Dank dafür wird Drosendorf zur kaiserlichen Stadt erhoben. Da im 15. Jahrhundert die Hussitenkriege aufflammen und die Feuerkraft der Geschütze zunimmt, wird die Stadtmauer auf fast 2 Meter Dicke und 10 Meter Höhe verstärkt. Zusätzlich erhält sie Zwinger mit Schießscharten. Im Dreißigjährigen Krieg ziehen die Schweden an der Festungsstadt vorbei. Vermutlich hat ihnen die Mauer zu viel Respekt abverlangt.

Heute steht sie als einzige noch vollkommen geschlossene Stadtmauer Österreichs unter Denkmalschutz. Sie bietet vorzügliche Ausblicke auf die Thayaschleife, und Stadtführungen bieten interessante Einblicke in ihre bewegte Geschichte.

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