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Horní Břečkov

Das Herabsenken des Eisernen Vorhangs im Kalten Krieg und sein Abbau

Horní Břečkov

Im Mai 1945 befreit die Rote Armee, Tschechien von den deutschen Besatzern. Keimen zu Kriegsende noch zarte Hoffnungen auf einen Neubeginn als Tschechoslowakei auf, so verfliegen diese nach und nach. Die Sowjetunion dehnt ihren Machtanspruch aus, worin der Westen eine Bedrohung sieht. Mit der kommunistischen Machtübernahme durch Klement Gottwald, wird die Tschechoslowakei 1948 mit der Sowjetunion Stalins gleichgeschaltet. Das Klima des Misstrauens wächst.

 

Zum ersten Mal spricht 1946 der britische Premierminister Winston Churchill von einem „Eisernen Vorhang“, der sich zwischen der Ostsee und der Adria herabsenkt. 1951 erlässt das Prager Ministerium für Nationale Sicherheit eine Verordnung zur Einführung eines Grenzstreifens und einer „verbotenen Zone“. Zunächst werden dichte Reihen an Stacheldraht zu einem „Vorhang“ gewebt, später kommen noch zwei weitere Reihen dazu. Die Räume dazwischen werden vermint, die Drähte zwischen 1952 und 1965 mit Strom unter Hochspannung gesetzt. Zusätzlich Panzersperren entlang des Eisernen Vorhang sollen zum Schutz vor anrollenden Panzern dienen. In Österreich heißen sie „Panzerigel“, in vielen anderen Ländern sind sie als „Tschechenigel“ bekannt. Zum ersten Mal zerschnitten wird der Eiserne Vorhang dann im Juli 1989, vom ungarischen und österreichischen Außenminister.

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