Iron Curtain Trail

Eine Europäische Idee und ein Vorzeigeprojekt

Der Iron Curtain Trail

Wie kam es überhaupt zum Iron Curtain Trail? Wer hatte die Idee dazu? Als „Vater“ des länderverbindenden Langstreckenradweges gilt Michael Cramer. Der deutsche Politiker hatte bereits als verkehrspolitischer Sprecher der Grünen den „Berliner Mauer-Radweg“ in der deutschen Hauptstadt initiiert.

Während dieser Radweg zwischen 2002 bis 2006 realisiert wurde, wechselte Michael Cramer als Abgeordneter der Grünen ins Europäische Parlament. Dort setzte er sich als Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und Tourismus dafür ein, sein Konzept des Berliner Mauer-Radweges auf den gesamten Bereich entlang der ehemaligen Ost-West-Grenze Europas auszuweiten.

Unter anderem forderte er 2005 die Mitgliedsstaaten auf, den „Iron Curtain Trail“ als Vorzeigeprojekt für nachhaltigen Tourismus zu unterstützen. Seither hat der 10.400 Kilometer lange Radweg bedeutende Unterstützung von Seiten der Europäischen Institutionen erfahren und wird von der EU als Vorbild für nachhaltigen Kulturtourismus gefördert.

Wo einst Befestigungen und Zäune Länder begrenzten, erleben Radfahrer heute eindrucksvolle, über Jahrzehnte hinweg unberührte Natur. Von Norden nach Süden führt die Reise durch ganz unterschiedliche Landschaften und Kulturräume. Zwanzig Länder liegen am Weg, darunter 14 EU-Mitgliedsstaaten. Jeder Abschnitt erzählt sein eigenes Stück der Grenzgeschichte. Unterwegs öffnen Städte und Museen Einblicke. An die Zeit des Eisernen Vorgangs erinnern Mahnmale und Gedenkstätten.

Kaum ein anderer Langstrecken-Radweg in Europa vereint auf so facettenreiche Weise Erkundungen auf den Spuren von Geschichte und Kultur mit eindrucksvollen Naturerlebnissen.

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