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Illustration zur Geschichte - Johann Grasel

Johann Georg Grasel, der Räuber ohne Grenzen

Der Anfang des 19. Jahrhunderts, ist nach vielen Kriegen, geprägt von Not und Armut. Deserteure und Bettler vagabundieren und begehen Diebstähle, um zu überleben. Es ist die Blütezeit des Räuberwesens. Einer von ihnen erlangt Berühmtheit, über alle Grenzen hinweg: Johann Georg Grasel, auch Jan Jiří Grasel.

Er wird 1790 in Neuserowitz/Nové Syrovice geboren. Seine Eltern leben als Abdecker am Rande der dörflichen Gesellschaft, verdienen sich den Lebensunterhalt mit der Verwertung und Entsorgung toter Tiere, aber auch mit Diebstahl und Raub. Mit sechs Jahren begeht Grasel seine erste Räubertat, angestiftet von seinem Vater.

Mit 24 Jahren erreichen seine Straftaten den Höhepunkt. Seine Beutezüge organisiert er immer wieder aufs Neue mit seinen Kumpanen, gestützt auf ein Netzwerk von Gastwirten und Gerichtsdienern, die ihm Unterschlupf und Information bieten.

Doch im Jahre 1815 ist es mit den Raubzügen vorbei, Grasel geht seinen Verfolgern in die Falle. Anfang 1818 fällt ein Militärgericht das Todesurteil über Johann Georg Grasel und zwei seiner Mittäter, durch Erhängen am Strang. In seinen letzten Worten „Jessas, so vül Leit!“ zeigt er sich überrascht über die vielen Menschen, die zur Hinrichtung in Wien gekommen sind. Nach seinem Tod weicht die Furcht der Verklärung zu einem Helden in Gedichten, Liedern und Romanen.

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