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Loucký klášter

Kloster Louka als Pionier des Weinbau in Znojmo (Znaim)

Kloster Louka

Der Weinbau rundum Znaim blickt auf lange Tradition. Die ersten Belege für den Weinbau um Znojmo stammen aus dem 12. Jahrhundert. Damals gründeten die Prämonstratenser das Kloster Louka (Klosterbruck), heutige Stadtdominante und nationales Kulturdenkmal. Sie legten Weingärten an, den ersten an den Hängen von Šobes hoch über der Thaya. Wesentlich gefördert wird der Weinbau im Mittelalter von den Zisterziensern. Von ihren Bruderklöstern in vielen Ländern kommt neues Wissen nach Mähren. 1355 erlässt Margraf Jan Heinrich eine Weinbauordnung für Mähren und in 1375 erlaubt der Kaiser Karl IV. der Stadt Znaim Weinexport nach Böhmen, Schlesien und Brandenburg.

Nach und nach entwickelt sich die Znaimer Region zur stärksten Weinregion Mährens. Das Kloster Louka wird ihr größter Weinproduzent. Inzwischen beginnt das Bürgertum der Städte die Weinkultur der Klöster nachzuahmen. Sie setzen vor allem auf Weißweine mit Setzlingen aus Frankreich, Österreich oder Ungarn. Auch ärmere Leute haben oft einen kleinen Weingarten. Doch gegen Ende des 18. Jahrhundert setzt der Rückgang des Weinbaus ein, mehr und mehr wird das Bier entdeckt. Am Ende 19. und zu Beginn 20. Jahrhunderts setzen den Weinkulturen Mehltau und Reblaus zu. Zu kommunistischen Zeiten werden die Weingärten am Šobes vom Sperrgebiet des Eisernen Vorhangs eingenommen.

Mit seinem Fall 1989 wird die Weinlage wieder zu einer der ganz besonderen in Südmähren. Die Weinbaukultur kehrte auch ins Kloster Louka zurück und die Weinkultur wird weiterhin durch Weinveranstaltungen ergänzt.

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