Hrad Freštejn

Von den einst turbulenten Zeiten der Burg zeugt heute noch die wildromantische Ruine Frejštejn

Frejštejn wird im 13. Jahrhundert im Auftrag von König Przemysl Ottokar II. errichtet. Die Festung gehört zu den ältesten Adelsburgen Mährens. 1286 wird sie von Österreichs Herzog Albrecht I. erobert. Anschließend geht sie zu mährischen Landesfürsten über und wird ausgebaut. 1422 werden die Herren Kraiger von Kraigk für ihre treuen Kriegsdienste für Böhmenkönig Sigismund, in den Konflikten mit Niederösterreich und den Hussiten, mit der Burg belohnt. Sie verpflichten sich zur Einhaltung des Landfriedens. Doch die mährischen Landstände sehen in den Kraigern Unruhestifter und drohen die Zerstörung der Burg an. Ob dies wirklich so geschah, kann nicht belegt werden.

 

Ab 1458 unterstützt Wolfgang Kraiger den neuen hussitisch gesinnten König Georg von Podiebrad in seinen Kriegen. Zehn Jahre später kommt es zum Krieg gegen Matthias Corvinus. Er ist Herrscher über das Königreich Ungarn wie auch über Teile Böhmens. Bei den Gefechten soll auch die Burg Freistein angegriffen worden sein. Ein öffentliches Dokument berichtet später von einer „zerstörten Burg Fraunštyn“. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts bleibt sie im Besitz der Familie Kraiger von Kraigk. Heute erinnert die Schönheit der Ruine am Felssporn über dem Dorf Podhradí nad Dyjí an die einst stürmischen Zeiten.

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