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Waldkirchen

Von der Thayatalbahn zur „grenzenlosen“ Thayarunde für die Radler

Waldkirchen

1870 pfauchen zum ersten Mal Dampfzüge der Franz-Josefs-Bahn zwischen Wien und Pilsen durch das Waldviertel. Mehrere Städte drängen nun auf Anschluss durch eine Regionalbahn. 1891 wird das erste Teilstück ab Schwarzenau, dank des Engagements der Stadtgemeinde Waidhofen, eröffnet. Nun liegt das Augenmerk darauf, die Lücke zwischen Telč und Waidhofen/Thaya zu schließen.

 

Am 21. Juni 1903 wird die Thayatalbahn zwischen Waidhofen und Slavonice feierlich eröffnet. Somit ist eine Verbindung zwischen Franz-Josefs-Bahn und der Böhmisch-Mährischer Transversalbahn hergestellt. Der grenzüberschreitende Bahnverkehr läuft vorerst reibungslos. Doch nach dem Ersten Weltkrieg werden aus den Landesgrenzen Staatsgrenzen und Slavonice/Zlabings wird zum Grenzbahnhof. Nach dem Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland ist die „Deutsche Reichsbahn“ die Betreiberin der Thayatalbahn.

 

Mit Kriegsende 1945 wird der grenzüberschreitende Betrieb eingestellt, 1951 werden die Gleise zwischen Fratres und der Grenze abgetragen. Bis 2010 fahren noch Triebwagen auf österreichischer Seite bis Waidhofen an der Thaya. Die Pläne zur Umwandlung der Bahnstrecke in einen Radweg werden 2017 erfolgreich umgesetzt. 114 Jahre nach der Eröffnung der Thayatalbahn wird die „grenzlose“ Thayarunde als neuer Top-Rad Route eröffnet. Auf den Iron Curtain Trail trifft sie im Norden von Waldkirchen in den Ortschaften Schaditz und Gilgenberg.

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