Wietra

Die Gründung von Weitra als mittelalterliche Musterstadt und älteste Braustadt Österreichs

Weitra

Im 11. Jahrhundert siedelt das Geschlecht der Kuenringer im Waldviertel. Unter ihnen ist Hadmar II., ein als Ministerialadeliger im Dienst stehender Beamter. Um 1180 lässt dieser eine Kirche mit einer Siedlung bauen. Aus strategischen Gründen entscheidet er sich für die Verlegung der Siedlung auf den nahen Granitrücken. Mit dem Bau der neuen Burgstadt wird 1201 begonnen. Diese wird um einen großen Dreiecksplatz angelegt.

Die Stadtmauer folgt dem Verlauf des Felsenrandes, verstärkt durch die Burg. 1208 steht dann die Festungsstadt der Kuenringer. Damals gehört das Gebiet um Weitra zum Königreich Böhmen. Nach der Schlacht bei Dürnkrut kommt es an habsburgische Fürsten. 1321 wird aus dem „Städtchen“ Weitra eine Stadt.

Damit gehen Verpflichtungen, aber auch Privilegien einher. Von größter Bedeutung für die Stadt wird das Recht zum Brauen von Bier. Dieses ist mit dem Hauseigentum verbunden, auch der nachfolgende Hausbesitzer darf somit wieder Bier brauen.

Dank des Schutzes durch die Bannmeile, kann die Stadt auf ein sicheres Geschäft bauen. Im Umkreis von siebeneinhalb Kilometern darf nur das von den Weitraer Bürgern gebraute Bier ausgeschenkt werden, also auch kein Bier aus der südböhmischen Nachbarschaft. Die Blütezeit des Brauens erlebt Weitra mit 33 Brauereien um die Mitte des 17. Jahrhunderts. An die einstigen Bürgerhäuser mit Braurecht erinnern heute noch weiße Tafeln mit grüner Schrift.

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